Seminare Architektenkammer

Seminare Bayerische Architektenkammer

 

Prof. Dr. Hauth

Fallstricke im Bauplanungsrecht - Optionen im Baugesetzbuch und der Baunutzungsverordnung

Datum: 16.11.2016, 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Bayerische Architektenkammer, Haus der Architektur München

Inhalt
Die Verantwortung (gleich Haftung) des Architekten wächst, weil der Inhalt der Baugenehmigung immer geringer wird. Der Erfolg des Architekten hängt deshalb maßgeblich von der richtigen Einschätzung des gegebenen Baurechts und vor allem von dessen Ausschöpfung ab: Was lässt der Bebauungsplan an maximalem Baurecht zu? Inwieweit sind Ausnahmen und Befreiungen nach BauGB durchsetzbar, bis zu welcher Grenze Abweichungen nach BayBO? Wie reize/schöpfe ich alle Möglichkeiten des § 34 Abs. 1 und vor allem des § 34 Abs. 2 BauGB aus? Wie vermeide ich die überall ausgelegten Fallstricke und die damit verbundenen Haftungsfälle?

Abstandsflächenrecht und öffentliches Baunachbarrecht

Datum: 28.09.2016, 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Bayerische Architektenkammer, Annahof, Im Annahof 4, 86150 Augsburg

Inhalt
Zwei Problemkreise, die den Architekten bei fast jedem Bauvorhaben beschäftigen und die sich oftmals überschneiden, werden in diesem Seminar behandelt: Der erste Teil stellt die komplizierten Vorschriften des Abstandsflächenrechts umfassend dar. Wie sind diese Vorschriften mit dem Ziel einer maximalen Ausnutzung des Grundstücks gewinnbringend anzuwenden? Wann wird das Abstandsflächenrecht durch das Planungsrecht verdrängt (Art. 6 Abs. 1 Satz 3 BayBO)? Wann findet das 16-m-Privileg Anwendung? Wann sind Balkone, Erker und Dachgauben abstandsflächenirrelevant? Der zweite Teil stellt das öffentliche Nachbarrecht aus der Sicht des Architekten und Bauherrn dar: Wann bedarf es einer Nachbarunterschrift? Welche Rechte kann ein Nachbar überhaupt geltend machen (Abstandsflächenrecht, Gebot der Rücksichtnahme etc.)?

Die Bayerische Bauordnung in der Praxis

Datum: 19.10.2016, 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr, Bayerische Architektenkammer, Presseclub Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg

Inhalt
Wer gedacht hat, nach mehreren Jahren BayBO seien alle Fragen geklärt, wird durch die Praxis eines Besseren belehrt. Wer weiß schon, dass im Freistellungsverfahren nicht weiter nach den eingereichten Plänen gebaut werden kann, wenn sich die Rechtslage, z. B. der zugrundeliegende Bebauungsplan, ändert? Wer kennt alle, allein in den zurückliegenden Jahren beschlossenen Änderungen zum barrierefreien Bauen?
Das Seminar befasst sich mit solchen und anderen inzwischen aufgetretenen Problemen, aber auch mit grundsätzlichen Fragen des Bauordnungsrechts. Fragen des Brandschutzes und der bautechnischen Nachweise werden ebenso behandelt wie Verantwortung und Haftungsrisiko des Architekten, z. B. im Zusammenhang mit dem Vorbescheid und seiner Reichweite.

Neue Wege zur Schaffung von Baurecht

Datum: 14.12.2016, 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr, Bayerische Architektenkammer, Haus der Architektur München

Inhalt
Bauherren und Bauträger suchen einen Architekten, der sich mit den Instrumenten zur Baulandausweisung auskennt und mit den Gemeinden gemeinsam Baugebiete zur Ansiedlung bzw. Verdichtung von Gewerbe und Industrie sowie von Wohnbauvorhaben schafft. Auch in Bayern wird deshalb das Instrument des Vorhaben- und Erschließungsplans immer aktueller, zumal § 13 a BauGB umfangreiche Erleichterungen für Bebauungspläne der Innenentwicklung bereitstellt, z. B. bei der Ansiedlung von Einzelhandel. Wenn der Architekt in der Lage ist, im Interesse seines Bauherrn der Gemeinde schlüssige Modelle zur Schaffung von Baurecht und Klärung von Erschließungsproblemen vorzulegen, kann dies die Entscheidung innerhalb der Verwaltung erleichtern und beschleunigen.

Dr. Biedermann

Das zulässige Maß der baulichen Nutzung im Innenbereich - Chancen und Grenzen 

Datum: 27.10.2016, 18:00 Uhr, Bayerische Architektenkammer, Haus der Architektur München

Inhalt
Selten wird im öffentlichen Baurecht so sehr gestritten wie um die Frage, welches Baurecht einem Bauherrn im Rahmen des § 34 BauGB, also im Innenbereich, zusteht. Im Vordergrund steht dabei der Begriff des "sich Einfügens". Bauherren und Behörden sehen diesen Anspruch teilweise höchst unterschiedlich.
An konkreten Fallbeispielen soll die unterschiedliche Sichtweise der Investorenseite sowie der Kommunen beleuchtet werden, um ein besseres Verständnis füreinander zu erreichen und Bebauungsansprüche klarer fassen zu können.